EWE Preise steigen – eine Million Kunden müssen ab 1. März tiefer in die Tasche greifen. Zwölf Monate ist es her nach dem letzten Anstieg. Grund für die Belastung sind die Sonderregelungen für Großkunden und die Industrieumlage. Die Frage stellt sich nun, ob die derzeitigen EWE-Kunden das auch noch mitmachen.
Ausreden über Ausreden – EWE Preise steigen dennoch
Die EWE bittet zur Kasse
Ab ersten März gilt dass der Grundversorgungstarif von rund 70 Prozent aller EWE Kunden um o, 83 Cent (brutto) pro Kilowattstunde (kWh), für alle EWE Produkte außer „EWE Strom fix“, steigen würde. Der monatliche Grundpreis von 5, 95 Euro bleibt bestehen somit hieße das für die Stromendverbraucher eine Erhöhung von drei Prozent. Das bedeutet eine Nettoerhöhung von 20.30 Cent pro kWh auf 21,oo Cent. Das ließ der Stromanbieter am Montag durch Vorstandsmitglied Jörg Budde verlauten. Und beteuerte: „Wir hätten den Strompreis für unsere Kunden gerne weiter stabil gehalten, können aber die Höhe der Netzentgelte nicht beeinflussen und müssen natürlich auch die Einführung der Industrieumlage so akzeptieren“. Des Weiteren wies er darauf hin, dass sich 70 Prozent der Strompreise durch Steuern, Entgelte und Umlagen zusammensetzen würde. Durch die 2012, vom Bund eingeführte Steuerumlage können sich sich nun stromintensive Unternehmen von den Netzentgelten befreien lassen. Dies hat jedoch zur Konsequenz, dass die daraus resultierenden Kosten auf alle anderen Stromverbraucher aufgeteilt werden. Der Bund der Energieverbraucher hat bei der EU-Kommission Beschwerde eingereicht. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein nennt die Umverteilung „skandalös“. „Kleine Handwerksbetriebe, Freiberufler und Privathaushalte müssen eine größere Last tragen.“, so Beraterin Margret Hintz.
Die EWE weist jegliche Schuld von sich
Der EWE – Sprecher teilte mit dass EWE Kunden bis zum 31. Januar von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen könnten, falls sie dies möchten. Wobei die Grundversorgungstarife ohnehin monatlich kündbar seien. Dass das durchaus der Fall sein könnte, ist in Anbetracht der Tatsache dass EWE schon ihre letzte Preiserhöhung vom 1.Februar 2011 um 4,6 Prozent mit der gestiegenen EEG-Umlage begründete, nicht ausgeschlossen. EWE beteuerte dass man den beinflussbaren Teil des Strompreises stets auf dem Niveau des Vorjahres gehalten hätte.
