Top 5 der Stromanbieter in Deutschland

9 comments

Es scheint fast so, als wäre der Markt der Stromanbieter in Deutschland sehr groß, aber das täuscht, denn es gibt 957 Anbieter für Strom und im Grunde sind es nur zehn große Anbieter für Strom, die das Sagen haben. Vier dieser Anbieter decken rund 80 % des deutschen Energiebedarfs ab. Hier die Top 5 Liste der größten Stromanbieter in Deutschland.

Platz 1 der Stromanbieter: E.ON Energie AG

(Quelle:Google)

E.On Logo

Die unangefochtene Nummer eins der Stromanbieter in Deutschland ist die E.ON Energie AG aus Düsseldorf. Der Name E.ON kommt aus der englischen Sprache und bedeutet Ewigkeit. Das Unternehmen entstand im Jahre 1999 aus einer Fusion der Energiekonzerne VEBA und VIAG und ist heute nicht nur in Deutschland der größte Anbieter für Strom, sondern auch eines der führenden Stromunternehmen weltweit. Neben Strom bietet E.ON auch Erdgas und erneuerbare Energien an. Das Unternehmen mit Hauptsitz in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf beschäftigt knapp 85.000 Mitarbeiter weltweit und macht einen jährlichen Umsatz von rund 92 Milliarden Euro. E.ON lieferte im vergangenen Jahr 1030,4 Milliarden Kilowattstunden Strom in die deutschen Haushalte und 1342 Milliarden Kilowattstunden Erdgas. 24 % der von E.ON gelieferten Energie ist Strom aus Atomkraftwerken, knapp 58 % besteht aus fossilen Brennstoffen und 17 % entfallen auf erneuerbare Energien.

Platz 2 der Stromanbieter: RWE AG

(Quelle:Google)Auf Platz zwei der top Liste der deutschen Energieversorger steht die RWE AG aus Essen. Wenn man es genau nimmt, gibt es die RWE schon seit 1898, aber damals nannte sich der Konzern noch Rheinisch Westfälische Elektrizitätswerke und hatte ausschließlich mit dem Abbau von Stein- und Braunkohle zu tun. Der Name ist zwar geblieben, aber seit 1990 ist die RWE mit Hauptsitz in Essen der zweitgrößte Energieversorger in Deutschland. Neben dem Abbau von Stein- und Braunkohle, der rund 78 % des Umsatzes der RWE ausmacht, liefert die RWE heute auch atomaren Strom, der zum Beispiel in den Atomkraftwerken Biblis, Emsland und Gundremmingen produziert wird. 18 % des jährlichen Umsatzes von rund 48 Milliarden Euro verdient die RWE mit atomarem Strom. Dazu kommen auch noch 3 % aus erneuerbaren Energien. Aber das ist noch nicht alles, denn die RWE liefert zudem auch noch Gas und ist an Wasser- und Windkraftanlagen beteiligt.

Platz 3 der Stromanbieter: EnBW

EnBW Logo

Die EnBW aus Karlsruhe steht auf der Liste der fünf großen Energieversorger in Deutschland an dritter Stelle. Das Unternehmen in dem heute rund 20.000 Menschen arbeiten, wurde 1997 nach einer Fusion der Badenwerk AG und der Energie-Versorgung Schwaben AG gegründet. Der jährliche Umsatz der EnBW belief sich im letzten Jahr auf 17,5 Milliarden Euro und dafür lieferte das Unternehmen aus Baden-Württemberg gut 147 Milliarden Kilowattstunden Strom in die deutschen Haushalte. Neben den fossilen Brennstoffen, die bei der EnBW 34 % des Geschäfts ausmachen, unterhält der Energiekonzern auch zwei Kernkraftwerke, nämlich Philippsburg und Neckarwestheim. Der dritte Meiler Obrigheim wurde im Jahre 2005 vom Netz genommen. 51 % des Stroms, den die EnBW liefert, stammt aus diesen Kernkraftwerken. 10,5 % machen bei der EnBW erneuerbare Energien aus. Die EnBW ist aber auch an diversen Windparks beteiligt und wurde bei uns durch seine Tochtergesellschaft Yello Strom bekannt.

Top 5 der Stromanbieter in Deutschland: Platz 4 und 5

Rund 7,8 Millionen Haushalte und Unternehmen bekommen ihre Energie von Vattenfall, dem viertgrößten Energiekonzern in Deutschland. Das

(Quelle:Google)

Das Logo von Vattenfall

Energieunternehmen aus Schweden mit Sitz in der Hauptstadt Stockholm wurde bereits 1909 gegründet, und zwar unter dem Namen Kungliga Vattenfallstyrelsen, königliche Wasserfälle. Heute liefert Vattenfall allerdings nicht nur Energie aus Wasserkraft, sondern auch aus Kohlekraftwerken und Atommeilern. Der Anteil der atomaren Energie, der in den Vattenfall Atomkraftwerken Brunsbüttel, Krümel und Brokdorf produziert wird, beläuft sich auf 3,4 %. Den Hauptanteil, nämlich 91 % liefern bei Vattenfall die fossilen Brennstoffe, wie zum Beispiel Kohle und Gas. Aber auch die ursprüngliche Energiequelle Wasser spielt bei dem schwedischen Konzern immer noch eine Rolle, denn 4,3% der Energie wird bei Vattenfall aus Wasserkraft gewonnen. 33.000 Menschen sind bei Vattenfall weltweit beschäftigt und der Konzern erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 15 Milliarden Euro.

Der letzte Konzern auf der Liste der Top 5 der deutschen Energieversorger ist die EWE , die EWE Aktiengesellschaft aus Oldenburg. Mit 8.300 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 5,7 Milliarden Euro nimmt sich die EWE eher klein im Vergleich zu den vier anderen auf dieser Liste aus, aber die EWE ist ein Konzern der Schwerpunkte setzt. 1,5 Millionen Menschen in Deutschland werden von EWE mit Erdgas versorgt und 1,4 Millionen Menschen mit Strom. Das Erdgas ist einer der Dinge, in die die EWE sehr viel investiert und auch die Telekommunikation spielt bei diesem Konzern eine große Rolle. Die EWE AG ist einer der wenigen Anbieter für Energie, der seine Stromleitungen zu fast 100 % unter der Erde verlegt hat und das hat gute Gründe. Leitungen, die unter der Erde verlegt werden, sind weniger anfällig für Störungen, als die Leitungen die überirdisch sind. Der Konzern hat dadurch weniger Wartungs- und eventuelle Reparaturkosten und das schlägt sich auch positiv auf den Stromrechnungen der Kunden der EWE nieder.

{ 9 comments… read them below or add one }

EWE Mitarbeiter November 29, 2011 um 06:30

Ich bin schon etwas schockiert, wie schlecht „Recherche“ sein kann. Da versöhnt auch kaum, dass der Absatz über den Konzern so positiv anklingt.
Wer mit Maus und Tastatur so begabt ist, um sich seinen Weg zum Wikipedia-Artikel der EWE AG zu bahnen (oder besser gleich zur Website des Konzerns), der weiß, dass die EWE (ehemals Energieversorgung Weser-Ems AG) >KEINE< Tochter einer E.On ist. Folglich ist die Assoziation mit dem Logo eine Frechheit, genau wie die des Namens.
Auch wenn die EWE sicherlich ein wenig kleiner daherkommt, als die großen 4, darf man sich ruhig die Mühe machen und auch mal EWE in die Bildersuche bei Google tippen. Um das Ergebnis mal vorweg zu nehmen, was passiert, wenn man alle Abkürzungen mal eingibt:
Weder findet man bei EWE das Logo von E wie einfach noch das von REWE bei RWE. Das einzige was den Oldenburger Konzern tatsächlich auf den ersten Blick unterscheidet, ist, dass man keine Bilder über etwaige betriebene Atommeiler zu sehen kriegt, im Gegenteil.

Antworten

admin Dezember 1, 2011 um 17:52

Guten Tag,
natürlich finden wir es bedauerlich das uns ein solcher Fehler unterlaufen ist. Ebenso haben wir diesen Fehler dann auch zeitnah korrigiert. Fraglich waren allerdings die von Ihrem Arbeitgeber angedrohten rechtlichen Schritte die bis heute im Raum stehen. 🙂 Leider lässt seit heute meine persönliche Begeisterung für die EWE AG nach. Besten Dank jedoch für den Hinweis! Vielleicht findet man ja doch noch einen auch aus unserer Sicht vernünftigen Umgang.

Antworten

EWE Mitarbeiter November 29, 2011 um 06:30

Ich bin schon etwas schockiert, wie schlecht „Recherche“ sein kann. Da versöhnt auch kaum, dass der Absatz über den Konzern so positiv anklingt.
Wer mit Maus und Tastatur so begabt ist, um sich seinen Weg zum Wikipedia-Artikel der EWE AG zu bahnen (oder besser gleich zur Website des Konzerns), der weiß, dass die EWE (ehemals Energieversorgung Weser-Ems AG) >KEINE< Tochter einer E.On ist. Folglich ist die Assoziation mit dem Logo eine Frechheit, genau wie die des Namens.
Auch wenn die EWE sicherlich ein wenig kleiner daherkommt, als die großen 4, darf man sich ruhig die Mühe machen und auch mal EWE in die Bildersuche bei Google tippen. Um das Ergebnis mal vorweg zu nehmen, was passiert, wenn man alle Abkürzungen mal eingibt:
Weder findet man bei EWE das Logo von E wie einfach noch das von REWE bei RWE. Das einzige was den Oldenburger Konzern tatsächlich auf den ersten Blick unterscheidet, ist, dass man keine Bilder über etwaige betriebene Atommeiler zu sehen kriegt, im Gegenteil.

Antworten

admin Dezember 1, 2011 um 17:52

Guten Tag,
natürlich finden wir es bedauerlich das uns ein solcher Fehler unterlaufen ist. Ebenso haben wir diesen Fehler dann auch zeitnah korrigiert. Fraglich waren allerdings die von Ihrem Arbeitgeber angedrohten rechtlichen Schritte die bis heute im Raum stehen. 🙂 Leider lässt seit heute meine persönliche Begeisterung für die EWE AG nach. Besten Dank jedoch für den Hinweis! Vielleicht findet man ja doch noch einen auch aus unserer Sicht vernünftigen Umgang.

Antworten

EWE Mitarbeiter Dezember 5, 2011 um 07:26

Morgen,

für vernünftigen Umgang bin ich gern zu haben. Abgesehen davon, dass es eine recht spontane Reaktion war, war ich schon arg empört über die Assoziation. Sowas darf einem nicht ernsthaft passieren, wenn man der Öffentlichkeit seriöse Informationen zur Verfügung stellen möchte.

Was die Reaktion des Konzerns angeht, damit habe ich nichts zu tun. Für mich war die Sache meiner Unmutsäußerung gegessen. 😉

Antworten

EWE Mitarbeiter Dezember 5, 2011 um 07:26

Morgen,

für vernünftigen Umgang bin ich gern zu haben. Abgesehen davon, dass es eine recht spontane Reaktion war, war ich schon arg empört über die Assoziation. Sowas darf einem nicht ernsthaft passieren, wenn man der Öffentlichkeit seriöse Informationen zur Verfügung stellen möchte.

Was die Reaktion des Konzerns angeht, damit habe ich nichts zu tun. Für mich war die Sache meiner Unmutsäußerung gegessen. 😉

Antworten

Sebastian März 21, 2014 um 14:09

Hallo liebe Redaktion,
da jetzt so nach und nach die Jahresabschlüsse 2012 der Konzerne herauskommen, hätten gerade die Zahlen zum Strommix eine Aktualisierung nötig. Interessant ist auch der Jahresumsatz vom EWE AG Konzern, dieser ist gut 8,15 Milliarden Euro zu niedrig angegeben.

MfG Sebastian

PS: Ich hoffe, mein Kommentar erscheint hier nicht in doppelter Ausführung.

Antworten

Zahlenfuchs April 12, 2014 um 21:35

Ich glaube im Artikel über EWE hat jemand Millionen mit Milliarden verwechselt. Sauber recherchiert !

Antworten

Manfred Wassmann September 26, 2014 um 20:18

Und was ist mit enercity / stadtwerke Hannover?

Antworten

Leave a Comment