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Energiepreise steigen – was sind die Gründe dafür?

Der Blick auf die Stromrechnung kann sehr schnell auch die beste Laune verderben, denn die Preise für Strom steigen und steigen. Ein Ende ist nicht in Sicht und viele Verbraucher fragen sich, was sind die Gründe für die stetig steigenden Preise? Warum muss man so viel Geld für den Strom bezahlen, den man zum täglichen Leben ja unbedingt braucht, selbst wenn man Strom spart, wo es eben geht? Alleine in diesem Jahr, so schätzen Experten, werden die Strompreise wieder steigen und dann bei rund 3,5 Cent pro Kilowattstunde liegen und das wäre eine Preissteigerung von satten 70 %. Die wenigsten Menschen können diese Preispolitik verstehen und suchen, obwohl sie fleißig Strom sparen, nach einem Ausweg aus einem Teufelskreis von immer weiter steigenden Stromkosten. Es gibt zwei Gründe, warum die Strompreise in Deutschland weiter so rasant steigen. Zum einen hat es etwas mit den erneuerbaren Energien und zum anderen etwas mit der Monopolstellung der großen Stromkonzerne zu tun.

Warum steigen die Energiepreise so gewaltig an?

Energiepreise steigen weiter erheblich an!

Weg vom Atomstrom und hin zu den erneuerbaren Energien aus Sonne, Wasser und Wind. Schon lange wollen viele Menschen den Wechsel, aber erst die Katastrophe im März dieses Jahres im japanischen Atomkraftwerk von Fukushima hat in Deutschland eine Wende eingeläutet. Die Bundesregierung hat sich mit den Ministerpräsidenten der einzelnen Länder darauf verständigt, alle deutschen Atomkraftwerke bis zum Jahr 2022 Schritt für Schritt vom Netz zu nehmen. Das bedeutet, dass als Alternative die Möglichkeiten der erneuerbaren Energien, wie Photovoltaik Anlagen, Wasserkraftwerke und auch Windparks im großen Maße ausgebaut werden. Alle die sich darüber freuen, dass sie in Zukunft nur noch grüne und saubere Energie aus der Steckdose bekommen, sollten vielleicht nicht allzu laut jubeln, denn mit den erneuerbaren Energien steigen auch wieder die Strompreise und das wird nicht gerade billig. Bis zu 60,- Euro mehr als bisher könnten die deutschen Haushalte auf ihrer Stromrechnung stehen haben. Schuld daran sind die großen Energiekonzerne.

Schon heute begründen die fünf großen Energieversorger in Deutschland das Steigen der Strompreise mit der erneuerbaren Energie. Da immer mehr Solaranlagen und Windparks gebaut werden, entscheiden sich auch immer mehr Menschen für diese Form der erneuerbaren Energien und verzichten auf den atomaren Strom. Nun ist es in Deutschland aber so, dass alles was an Strom produziert wird, sinnbildlich in einen einzigen großen Topf geworfen wird. In diesem Topf landet der Strom, den die Atomkraftwerke produzieren, ebenso wie der Strom, der aus Photovoltaik Anlagen und mit Wind- oder Wasserenergie erzeugt wird. Wenn also immer mehr Menschen aus dem großen Topf die erneuerbaren Energien haben wollen, dann bleiben die Konzerne, die atomaren Strom in den Topf werfen, auf ihrem Angebot sitzen. Und da es die großen Stromkonzerne in Deutschland sind, die Atomstrom in großen Mengen produzieren, geben sie den Ton an und lassen die Preise steigen.

Stromanbieter in Deutschland erhöhen Preise jährlich!

Schon jetzt spüren die Verbraucher den Preisanstieg sehr deutlich und das hat nicht nur mit den erneuerbaren Energien zu tun. Kritiker behaupten, dass die vier großen Stromanbieter in Deutschland, nämlich E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW, Preistreiber sind, die so wörtlich, auf Gelddruckmaschinen, sprich den Atomkraftwerken sitzen und nach Belieben die Preise erhöhen können. Ganz von der Hand zu weisen sind diese Vorwürfe nicht. Denn wenn man bedenkt, dass jedes Jahr Milliarden von Kilowattstunden, die in den deutschen Atommeilern als Überschuss produziert und dann teuer ins Ausland exportiert werden, dann ist es unverständlich, dass der Strom in Deutschland immer teurer wird. Normalerweise sollte man meinen, dass alles was im Überschuss produziert wird, auch zu günstigeren Preisen abgegeben wird. Nur beim deutschen Strom ist das nicht der Fall.

Es gibt in Deutschland 957 Anbieter für Strom, 953 von ihnen decken gerade einmal 20 % des deutschen Verbrauchs ab. Die restlichen 80 % teilen sich die vier großen Anbieter. Sie sind alle an der Börse notiert und müssen ihren Aktionären gegenüber Rechenschaft ablegen und vor allen Dingen gute Zahlen abliefern. Auch das ist einer der Gründe, warum die Strompreise in Deutschland so rasant in die Höhe steigen. Wie aber kann man sich effektiv gegen diese Preispolitik von E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW wehren? In dem man sich für einen der kleinen Anbieter entscheidet, der regenerativen Strom anbietet. Wenn sich viel mehr Menschen als bisher für sauberen, erneuerbaren Strom aus Wind, Wasser und Sonne entscheiden, dann werden die großen Energiekonzerne eines schönen Tages zum Umdenken gezwungen. Ob und in welchem Umfang sich die Preise für Strom dann zum Positiven entwickeln, ist eine gute Frage, die jetzt noch nicht beantwortet werden kann. Fest steht, dass mit dem beschlossenen Ausstieg aus der atomaren Energie die Strompreise zunächst noch weiter in die Höhe gehen werden. Die großen Konzerne, die sich auch am Bau erneuerbarer Energiekonzepte beteiligen werden, sind mit großer Wahrscheinlichkeit auch weiterhin an hohen Stromrechnungen interessiert. Auch wenn der Strom grün wird.

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Stefan Taubert Juli 25, 2013 um 02:11

Genau wie im Artikel beschrieben, so sieht es aus. Ich persönlich würde da sogar noch etwas deutlicher werden : Wenn ich beispielsweise im nächsten Jahr nur die Hälfte des diesjährigen Verbrauchs hätte – was müsste der Stromanbieter tun, damit er im nächsten Jahr aber trotzdem die Stromrechnung in selber Höhe wie dieses Jahr ausstellen kann ?
Sollte eigentlich logisch sein. Dir Stromproduzenten haben nun einmal als einzig verwertbares Gut den Strom, den sie produzieren und verkaufen können. Sparen die Verbraucher nun, sinken die Umsätze & Gewinne – um das aufzufangen,muss verteuert werden – ein Teufelskreis.

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