Greenpeace kritisiert Apple wegen des "schmutzigen" Stroms

by Brigitte on 20. April 2012 · 0 comments

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Greenpeace hat eine Studie verfasst, in der festgestellt wurde, woher der Strom bezogen wird, mit dem die IT-Konzerne ihre Rechenzentren betreiben. Dabei hat man herausgefunden, dass die beiden großen Konzerne Apple und Microsoft ihren Energiebedarf immer noch mit Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken decken. Dagegen sind Facebook, Google und Yahoo vorbildlich. Besonders beim Cloud-Computing sind viele Rechenzentren betroffen. Laut Greenpeace können diese so viel Energie verbrauchen wie dies 180.000 Einfamilienhäuser tun. Deshalb ist es besonders hier wichtig, energiebewußt zu sein.

14 IT-Konzerne wurden von Greenpeace befragt und auch analysiert

Fortschrittliche IT-Konzerne beim Energiebezug nachlässig

Die Studie erstreckte sich über 14 IT-Konzerne. Der Verbrauch von erneuerbaren Energien für die Cloud-Dienste bei den stromfressenden Anlagen wurde geschätzt. Natürlich war es für Greenpeace auch interessant zu sehen, wie offenkundig die Unternehmen ihren Energieverbrauch darlegten. Auch die Planung von neuen Rechenzentren und deren Standorte, sowie die Planvorgaben solcher neuen Projekte in Sachen Energieeffizinz waren für die Ermittlungen sehr wichtig. Das Engagement, das die Unternehmen für erneuerbare Energien aufbringen, wurde mit einbezogen. Dabei kam heraus, dass der Cloud-Dienst Amazon und Microsoft nur knapp 14 Prozent ihres Energieverbrauchs aus erneuerbaren Energien decken. Bei Apple sind es ungefähr 15 Prozent. Der Rest des Strombedarfs kommt aus Kohlekraft- und Atomkraftwerken. Apple hat dabei bereits ein weiteres Rechenzentrum in Planung, das ebenfalls hauptsächlich mit Strom aus einem Kohlekraftwerk betrieben werden soll.

Scharfe Kritik gegen Apple und Microsoft

Auch die Pläne von Microsoft werden von Greenpeace scharf kritisiert. Das Rechenzentrum des Unternehmens in Virginia soll erweitert und ausgebaut werden. Auch dort will man weiterhin auf Kohle und Atomkraft setzen. Dabei wurden zwar Ziele gesteckt, den Verbrauch im Gegensatz zu 2007 um 30 Prozent zu senken, dabei werden aber die erneuerbaren Energien total übergangen und deren Anteil soll nur um 1 Prozent ansteigen. Weder ein Bekenntnis zu den erneuerbaren Energien noch ein politisches Engagement ist bei Microsoft zu erkennen. Microsoft kontert damit, dass das Rechenzentrum im amerikanischen Quincy zum Beispiel mit Strom aus einem Wasserkraftwerk versorgt wird. Apple wirft Greenpeace dagegen vor, hier veraltete Zahlen zugrunde gelegt zu haben.

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